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Re: FITUG: Meinungsfreiheit braucht Linkfreiheit



Hallo Liste,

Thursday, October 7, 2004, 11:53:07 PM, Florian Weimer wrote:
...
> Nicht wirklich. Herr Somm wollte auf keinen Fall provozieren, bei
> Alvar muß man eher davon ausgehen, daß er genau das will.

Nein, das ist so nicht richtig. Die inkriminierten Seite wurde nie
bewusst als Schockelemente eingesetzt. Das ist aber sehr wohl ein
Vorwurf, den man der Bezirksregierung Düsseldorf machen kann, die
sich 4 (3) besonders plakative Seiten für ihren Testballon ausgesucht
hat.

> Provokation ist sicherlich ein Mittel, um zum Nachdenken anzuregen,
> aber natürlich gibt es in diesem Bereich grenzen.

Fraglos, ja. Falls das Richtung FreedomFone gehen sollte: Afaik war
nur ein marginaler Teil der Linksliste wirklich problematisch.

> Sehr, sehr schade wird das ganze, wenn die sorgfältig erstellte
> Dokumentation, die heutzutage einen Großteil des Web-Angebots ausmacht
> (und, soweit ich das sehe, auch weitesgehend frei von
> Ad-Hominem-Angriffen ist),

Die ad-hominem-Angriffe waren notwendig, da die Diskussion von der
Bezirksregierung auf genau diesen Level (und auf die Nazi-Thematik)
reduziert wurde. Besonders glücklich waren wir damit nie (Nachzule-
sen auch im Archiv dieser Liste), hatten aber letztendlich auch keine
Wahl. Es ärgert mich rückblickend sehr, dass wir immer nur reagieren,
aber fast nie agieren konnten.

> dem ganzen mitgerissen wird. Ob die
> jetzige, für gewöhnliche Besucher sichtbare Fassung überhaupt
> Gegenstand der Verhandlung war, ist mir noch nicht klar.

Das war sie heute auch nicht, aber sie wird es im Laufe des Verfahrens
noch werden.


MfG
 Olaf

-- 
Es ist nicht klug, Statements abzugeben, weil am Ende immer ein
Ausrufezeichen steht. Zum Wesen der Kunst gehört aber das Frage-
zeichen. Nach meiner Erfahrung schätzen die Leute die Antwort
viel mehr, wenn sie selber draufkommen.
 -- Brian Warner, SZ, 30.09.2004


-- 
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